Salz bindet Wasser. Das macht sich die Lebensmittelindustrie zu nutze um die Produkte, wie z.B. Fleisch auf günstige Weise schwerer zu machen. Ähnliches geschieht auch in unserem Körper. Der Druck in den Blutgefäßen steigt und kann so zu Bluthochdruck führen.

Salz fördert auch die Ausschüttung des Hungerhormons Ghrelin und vermindert die Wärmebildung bei der Verdauung. Außerdem kann Salz Autoimmunprozesse triggern.

Zu viel Salz ist also ungesund, zu wenig jedoch auch. Schwitzen wir viel, geht Salz verloren. Wenn gleichzeitig viel Wasser getrunken wird, werden wichtige Mineralien ausgeschwemmt.

Nicht nur die Menge des Salzes sollte beachtet werden, sondern auch die Wahl der Sorte. Normalem Salz werden oft Rieselhilfen beigefügt um die Steuqualität zu verbessern. Diese sind nicht ganz unbedenklich und können sich eventuell negativ auf die Gesundheit auswirken. Meersalz kann, wie alles, was aus dem Meer kommt, Mikroplastik enthalten. Davon bleibt das teurere Fleur de Sel nicht verschont, das von der Meeresoberfläche abgeschöpft wird. Steinsalz hingegen wird aus unterirdischen Salinen gewonnen. Streng genommen ist es ebenfalls Meersalz, aber es entstand vor Millionen von Jahren durch Austrocknung urzeitlicher Meere, die damals noch sauber waren.

Bluthochdruck

Der Gegenspieler von Natrium ist Kalium. Gerade bei Bluthochdruck ist es wichtig wenig Salz und viel Kalium zu sich zu nehmen. Hervorragende Quellen sind Blattgemüse, Süßkartoffeln, Hülsenfrüchte und Nüsse. Weitere Blutdruck senkende Lebensmittel sind Leinsamen (erhitzt unbegrenzt, roh maximal 2 El täglich), Omega-3 Fettsäuren aus Lein-, Walnuss- oder Rapsöl, Hibiskustee und grüner Tee, Rote Beete, Spinat, Rucola und Mangold, bittere Schokolade, Obst wie Granatapfel oder Blaubeeren sowie Sojaprodukte wie Tofu, Edamame oder Tempeh.