Sie sollen uns beim Abnehmen und beim Zuckerverzicht helfen. Tatsächlich befördern sie jedoch das Übergewicht. Sie aktivieren die Esslust indem sie Hungergefühle im Hirn auslösen. Die Wahrnehmung von Süße und das Fehlen von Kalorien bringt unser Gehirn durcheinander. Wenn die erwartete Energie ausbleibt, versucht es dies durch die Einlagerung von Fett oder das Senken der Körperenergie zu kompensieren. Zudem wird vermutet, dass Süßstoffe einen schädlichen Einfluss auf das Mikrobiom haben, was unter anderem zu einer gedrückten Stimmung führen kann. Der Süßstoff Aspartam beispielsweise steht in der Kritik die Symptome von Depression und Reizbarkeit zu verstärken und zu einer schlechteren Hirnleistung zu führen.

Will man auf Zucker verzichten, eignet sich z.B. die pflanzliche Süße der Yacón-Knolle. Sie gehört zu den Korbblütlern und enthält reichlich Inulin, ein als Ballaststoff wirkendes Kohlehydrat das den Darmbakterien als gutes Futter dient. Die Knolle kann frisch als Gemüse gegessen werden. Man kann sie aber auch anbraten oder als Zugabe in Suppen verwenden. Auch Marmelade lässt sich aus ihr herstellen.

Neben Süßstoffen werden vielen verarbeiteten Lebensmitteln künstliche Aromen, Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Weichmacher und Verdickungsmittel zugesetzt. Die Konservierungsmittel in Lebensmitteln werden eingesetzt um Bakterien und Pilze zu töten. Sie wirken aber nicht nur in den Lebensmitteln, sondern auch im Darm, wo sie wichtige Bakterien angreifen und sich negativ auf das Mikrobiom auswirken.

Der Emulgator Carboxymethylcellulose beispielsweise wird als Bindemittel Kuchenfüllungen, Pudding oder Eiscreme zugesetzt. Ursprünglich stammt er nicht aus der Nahrungsmittelproduktion, sondern wurde als Tapetenkleister verwendet. Im menschlichen Körper fördert er chronische Entzündungen der Darmschleimhaut.

Auch die Psyche leidet unter dem Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel, die das Risiko für Depressionen und mentale Störungen erhöhen.

Neben den Zusatzstoffen sind viele Lebensmittel mit Pestiziden, Herbiziden, Weichmacher, Schwermetallen und Mikroplastik belastet. Die Stoffe stehen im Verdacht das Risiko für Allergien und neurologische Erkrankungen zu erhöhen. Sie greifen in den Hormonhaushalt des Körpers ein und können uns krank machen. Falls möglich, sollte man auf Bio-Qualität setzen, da die Belastung geringer ist. Obst und Gemüse sollte vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden.