Die Hauptabnehmer für Zucker sind neben dem Gehirn Muskel- und Fettzellen, wobei Muskelzellen den Zucker bis zu 5mal schneller aufnehmen können. Bauen wir Muskeln ab, geht das also zu Lasten der Zuckeraufnahmekapazität aus dem Blut und der Zucker bleibt länger im Blut. Um das zu verhindern hat der Körper 2 Möglichkeiten: er produziert mehr Insulin um den Zucker aus dem Blut zu holen (was langfristig zur Insulinresistenz und Diabetes führen kann) oder er baut Fettgewebe auf. Meistens geschieht beides: Insulinproduktion und zunehmender Fettaufbau. Das heißt, dass mangelnde Bewegung und Muskelabbau Diabetes, Adipositas und das metabolische Syndrom (starkes Bauchfett, Bluthochdruck, hohe Blutfette und ein gestörter Zuckerstoffwechsel) begünstigen. Der Erhalt und Aufbau von Muskeln betrifft aber nicht nur Bauch- und Armmuskeln, sondern alle Muskeln des Stützapparates und auch weniger zugängliche Muskeln. Der gelegentliche Besuch im Fitnessstudio reicht daher nicht aus. Was hilft sind das Vermeiden von zu langem Sitzen („Sitzen ist das neue Rauchen“) und der Einbau von kleinen Übungen zwischendurch. Man kann beispielsweise Alltagsbewegungen etwas schwieriger gestalten. Zum Beispiel: anstatt sich einfach auf einen Stuhl fallen zu lassen das Absenken langsam und mit Spannung der Muskulatur ausführen und die Position kurz vorm Hinsetzen einige Sekunden halten. Oder beim Tragen der Einkaufstaschen die Armmuskeln durch Heben und Senken der Taschen zu trainieren. So kann man sich z.B. eine Challange daraus machen jeden Tag etwas zu finden und eine „Mikrobewegung“ einbauen. Diese sind weitaus effektiver als man glaubt…