der Makronährstoff gelangt in den Dünndarm ohne dass er, wie etwa normale Stärke, vorher von Enzymen der Bauchspeicheldrüse abgebaut wird und zu Glukose, also freiem Zucker, aufgespalten wird. Der Pluspunkt: der Körper muss weniger Insulin ausschütten und die resistente Stärke ist ein guter Nährstoff für die Darmbakterien. Diese fermentieren die Stärke und es entstehen kurzkettige Fettsäuren, die als Energiequelle für die Dickdarmschleimhaut dienen. Das hat nicht nur Einfluss auf entzündliche Erkrankungen, sondern verbessert auch die Aufnahme von Mineralstoffen.

Es gibt 3 Arten dieser Stärke: 1. die, die in den Zellbestandteilen der Nahrung verpackt ist und so von den Verdauungsenzymen geschützt ist (z.B. in Getreidekörnern und Hülsenfrüchten) 2. die, die aufgrund der Moleküle schwer verdaulich ist (z.B. unreife Bananen, rohe Kartoffeln) und erst durch Veränderung der Molekülstruktur (Erhitzen) verdaut werden kann. Und 3. die Stärke, die entsteht wenn wir Lebensmittel erhitzen und abkühlen lassen (z.B. Nudeln, Reis, Kartoffeln). Letztere können wir also selbst erzeugen indem wir die gekochten Lebensmittel erst für 12-24 Stunden abkühlen lassen bevor wir sie essen. Auf die warme Mahlzeit müssen wir dabei nicht verzichten, denn ein erneutes Erhitzen schadet der resistenten Stärke nicht. Nudeln und Reis können in heißem Wasser kurz erwärmt werden, Kartoffeln in der Pfanne oder im Backofen.